[homepage erstellen] [Web-Seite Software] [Akademische Reitkunst]
[Ritterschaft]
[ueber mich]
[meine Pferde]
[meine Hunde]
[Aktuelles]
[Kontakt]
[Impressum]
[Links]
[Startseite]
[Was bedeut das]
[Klassische Ausbildungsleiter]
[Historie]
[Klassische Ausbildungsleiter]
[]

Akademisch reiten beutet für mich, mir regelmäßig vor der Arbeit mit meinen Pferden viele Gedanken darüber zu machen, wie ich was mit meinem jeweiligen Pferd in dessen aktuellem Ausbildungsstand erreichen kann, ohne dass dies für das Tier gesundheitsschädlich und/oder mit Zwang verbunden ist. Denn zum Einen möchte ich meinen Freizeitpartner Pferd möglichst lange gesund erhalten, und zum Anderen soll dieser ebenfalls Freude an der täglichen Arbeit haben. Mein Ziel dabei ist, meine Pferde mit durchdachtem Konzept zu einer Reiterei zu führen, die von Leichtigkeit geprägt ist, so dass die Schönheit und Anmut des Pferdes unterstrichen und gefördert, nicht aber zerstört wird. Denn wie schon die Alten Meister wussten „ ... ist die Anmut eines jungen Pferdes wie der Duft einer Blüte: einmal verschollen, kehrt sie nie mehr zurück ...“ (Antoine de Pluvinel 1624 in seinem Werk „L´instruction du Roy“).


Nun gibt es in der heutigen Zeit ein vielfältiges Angebot an Reitstilen, -lehren und -richtungen. Die Auswahl des eigenen Weges sollte also mit Bedacht erfolgen.


Mich hat hier das Arbeitskonzept, wie es Herr Bent Branderup in seinem Buch „Akademische Reitkunst“ (erstmals 1996 vom Cadmos Verlag herausgegeben) vorstellt, überzeugt. Darin wird zunächst die Durchlässigkeit und Losgelassenheit des Pferdes zum Ziel gesetzt. Sind diese erreicht, kann über Tempo und Takt der Schwung des Pferdes – welcher bitte nicht mit Spannung zu verwechseln ist ! - entstehen. Schwung bedeutet, dass das Pferd mit dem jeweiligen Hinterbein nach vorne greift, statt nach hinten hinaus und damit gegen die Hand des Reiters zu schieben. Schwung sollte ein Pferd also in jeder Gangart entwickeln, um gesund bis zu den Lektionen gefördert werden zu können, die ihm aufgrund seiner individuellen Konstitution möglich sind. Die Dressur eines Pferdes im Sinne der akademischen Reitkunst dient also nicht dem Selbstzweck, sondern der pferdewürdigen und –gerechten Förderung des Pferdes im Rahmen seiner Möglichkeiten. Denn wie Bent Branderup zu Recht zu sagen pflegt:


„ ... Die Dressur ist für das Pferd da, nicht das Pferd für die Dressur! ... “


So mahnt Bent Branderup denn auch regelmäßig in seinen Kursen an, dass


„ ... Basis aber nur dann eine Basis ist, wenn sie für irgendetwas die Basis ist ...“.


Er möchte damit ausdrücken, dass die akademische Arbeit mit Pferden einem roten Faden folgen sollte, in dem die jeweilige Übung, die das Pferd im jeweiligen Ausbildungsstand erlernen und ausführen kann, die Grundlage für die weitergehenden Anforderungen bildet. So entsteht die Klassische Ausbildungsleiter.